VCD Deutschland

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VCD steht für Verkehrsclub Deutschland. Der VCD ist genau wie der ADAC ein eingetragener Verein. Doch anders als beim ADAC findet man beim VCD eine ökologische Schwerpunktsetzung. Während der ADAC ausschließlich für das Auto als Verkehrsträger wirbt und sich hierfür umstandslos von der Autoindustrie einspannen lässt, setzt sich der VCD für die „sanfte Mobilität“ bei allen Verkehrsteilnehmern und Verkehrsmitteln ein. Das zeigt sich auch in den gestaffelten Mitgliedsbeiträgen, die auf unterschiedliche Verkehrsträger und unterschiedliche Schadenswirkungen von Fahrzeugen ausgerichtet sind. Schwerpunkt der Strategie des VCD ist ein moderner Verkehrsverbund aus öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln. Auch private PKWs sollen ihren Platz haben, allerdings sollte die Politik für mehr Flexibilität bei den alternativen Verkehrsmitteln sorgen.

Bereits 1986 wurde der VCD gegründet. Man wollte eine verkehrspolitische Kraft werden, die sowohl gegen die Lobby-Interessen des ADAC wie gegen die Verkehrspolitik der konservativen Bundesregierung gerichtet war. Umweltverbände mit unterschiedlicher weltanschaulicher Richtung waren im Gründungsprozess involviert. Von Anfang an verstand sich der VCD als Umweltverband, der Verbraucherpolitik und Umweltschutz miteinander in Verbindung bringen wollte. Im Unterschied zum ADAC kann nicht nur ein Autofahrer oder Autobesitzer Mitglied werden. Die Mitgliedschaft ist auch für Fußgänger, Fahrradfahrer, Nutzer des öffentlichen Verkehrs und Freund des Carsharings interessant.

Der VCD wurde bekannt durch seine Lobbyarbeit für den öffentlichen Nahverkehr. Nach Schweizer Vorbild propagierte man den halben Fahrpreis für Intensivnutzer des Bahnverkehrs. Bei großen Anbietern wie Deutscher Bundesbahn bzw. Reichsbahn war man bereits sehr früh erfolgreich und setzte die auch heute noch gebräuchlichen BahnCard-Varianten durch. Allerdings begleitet man die Aktivitäten der Bahn sehr kritisch und prüft regelmäßig deren Kundenfreundlichkeit und Zuverlässigkeit. Lärmminderung und Lärmschutz an Bahnstrecken, insbesondere Schutz vor lärmenden Güterverkehr, ist eine weitere politische Zielsetzung des VCD.

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Der VCD sieht sich also als ökologische und faire Alternative zu den herkömmlichen Autoclubs. Trotzdem garantiert man alle Leistungen, die auch die klassischen Automobilclubs wie der ADAC bieten können. Allerdings hat man die Leistungen konsequent auf alle Verkehrsmittel ausgedehnt und sorgt so für eine breitere Absicherung bei unterschiedlichen Risiken.

Sofern ein Pannenschutz beim eigenen oder einem fremden Auto nötig sein sollte, greift man auf Pannenschutzunternehmen als Partner zurück. So ist man bei einer Panne nicht mehr auf die gelben Engel vom ADAC angewiesen, die zudem auch häufig wenig subtil auf die Möglichkeiten einer Mitgliedschaft aufmerksam machen. Durch den Öko-Bonus kann der VCD eine Mitgliedschaft bereits ab 29 Euro pro Jahr anbieten: Der Mitgliedsbetrag für Autobesitzer ist an der Schadstoffklasse des jeweiligen Fahrzeugs orientiert, was Vorteile für Autobesitzer mit strickt ökologischer Ausrichtung hat. Besitzer von Fahrzeugen mit hohem Spritverbrauch und schlechten Abgaswerten sind wohl nicht die typische Zielgruppe beim VCD.

Aber auch andere Verkehrsteilnehmer können einen Schutzbrief vom VCD bekommen. Interessant ist ein Schutzbrief beispielsweise für Fahrradfahrer, die gern gesehene Mitglieder beim VCD sind. Es gibt neben den reinen Fahrrad-Schutzbriefen aber auch kombinierte Schutzbriefe, die sowohl beim Fahrrad wie beim Auto das Pannenrisiko abdecken können. Viele Autofahrer sind am Wochenende oder zu Freizeitzwecken auch gern mit ihrem Fahrrad unterwegs. Wer hier auf einer mehrtägigen Reise liegenbleibt, der kann auch den VCD-Schutzbrief mit den üblichen Möglichkeiten wie Radreparatur oder Rücktransport zum Heimatort nutzen, wenn eine Panne vorliegt. Beschränkt man sich allein beim Pannenschutz auf das Fahrrad, dann kann man bereits für neun Euro einen Schutzbrief erwerben. Für Schutzbriefe mit kombinierter Risikoabsicherung ist ein entsprechend höherer Beitrag gegenüber den reinen Autoschutzbriefen zu leisten.

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