ADAC Skandal hat wenig mit Pannenhilfe zu tun

Nach dem der hoffentlich schlimmste Teil des sogenannten „ADAC-Skandals“ offensichtlich ausgestanden ist, stellen sich im Rückblick einige Fragen. Die Frage zum Beispiel, ob das Ganze überhaupt mit den Pannenhelfern vor Ort etwas zu tun hat?

Jede Verfehlung großer Firmen wird natürlich medial ausgeschlachtet bis nichts mehr übrig bleibt. Da werden Fakten aufgebauscht und nicht selten stellt sich das eigentliche Problem am Ende als viel kleiner dar als empfunden. Für den ADAC ist die Offenlegung der Fälschung der Zahlen für die Wahl des „Gelben Engels“ ein PR-Supergau. Gerade die jährlich gefeierte Verleihung des Preises ist jedoch am Ende eine vor allem medial stattfindende Veranstaltung. Hier wird verständlich, wieso die Medien den Skandal auf eine fast schon penetrante Art und Weise ausgeschlachtet hatten. Denn die Medien selbst waren ja neben den Herstellern diejenigen, die am stärksten davon betroffen waren. Hier lässt einen manchmal nicht das Gefühl los, dass sich manches Blatt wie ein beleidigtes Kind aufgeführt hat. Einem ADAC-Mitglied, das sich nicht an der Wahl beteiligt hat (und das war schließlich die Mehrzahl) kann das ganze aber eher kalt lassen. Denn welche wirklichen Auswirkungen hatte die ganze Geschichte für den eigentlichen Service?

Was ist mit den Pannenhelfern?

Hat die ganze Sache irgendwelche negativen Auswirkungen auf die Pannenhelfer vor Ort? Die Antwort muss hier ganz klar nein lauten. Möglicherweise bekommt man als Helfer die eine oder andere Frage oder Spruch zu hören, doch die Antwort darauf kann nur guter Service sein und das wird den meisten Helfern bewusst sein. Daher gibt es für den normalen Bürger der Mitglied beim ADAC ist, sachlich keinen Grund für einen Wechsel. Leicht überteuerte Batterien bekommt man auch anderswo. Hier hält am Ende jede Tankstelle genauso die Hand auf. Nur möchte man sowas gerne vorher Wissen. Der entstandene Vertrauensverlust lässt sich damit nicht überspielen, aber rein faktisch ist der Service nicht betroffen und man bekommt die gleiche Leistung für den Beitrag, wie die Jahre davor. Absolute Transparenz kann natürlich zum Vertrauensgewinn beitragen.

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